Krones enttäuscht – Auftragslage gut, Margen lassen zu wünschen übrig


Dennis Etzel
  • Umsatz und Gewinn im dritten Quartal unter Erwartungen
  • Volle Auftragsbücher, aber EBIT-Marge von rund 6,5 Prozent weiterhin unter den Möglichkeiten
  • Stärkerer Euro spürbar in rückläufiger Nachfrage aus Nordamerika und China
  • Mittelfristiges Ziel von 8%-EBIT-Marge nur schwer erreichbar, Einsparungen werden durch Preisdruck kompensiert

Mit seinen Quartalszahlen hat der Verpackungsmaschinen-Hersteller für die Getränkeindustrie Krones heute Morgen die Börse enttäuscht. Sowohl Umsatz als auch Gewinn lagen unter unseren Erwartungen. Das Unternehmen führt dafür die generell schwächeren Sommermonate, vorgezogene Abrechnungen im ersten Halbjahr und Kosten Messeauftritte an. Diese belastenden Faktoren allerdings waren bekannt und so auch von uns in die Erwartungen kalkuliert worden. Dass die Zahlen aber noch einmal schlechter ausgefallen sind, ist eine negative Überraschung, die auch der Grund für das heutige Minus in der Aktie ist.

Positiv entwickelt sich bei Krones weiterhin der Auftragseingang. Allerdings gelingt es dem Unternehmen nicht, die vollen Auftragsbücher in eine ordentliche und auch mittelfristig von Krones angestrebte operative Gewinnmarge von acht Prozent  zu überführen. Aufträge sind das eine, Umsatz und Gewinn aber das, was an der Börse und für Investoren zählt. Da hat Krones weiterhin Probleme. Spürbar ist auch der stärkere Euro in rückläufigen Orders vor allem aus Nordamerika und China, die aber durch eine starke Nachfrage aus Westeuropa kompensiert wurden.

Überraschend ist der Verlust in der Sparte Prozesstechnik, hier dürfte der zunehmende Preisdruck der Grund dafür sein. Dennoch hat das Unternehmen seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Durch den hohen Auftragseingang und Auftragsbestand dürfte es auch kein Problem sein, die Ziele zu erreichen.

Alles in allem aber bleibt fraglich, ob das schon oben angesprochene Mittelfristziel des Unternehmens einer 8%-EBIT-Marge für 2020 erreicht werden kann, da mögliche Kosteneinsparungen durch Modularisierung und Ersatz von mechanischen durch pneumatische/elektronische Komponenten durch den starken Wettbewerbs- und Preisdruck von Kundenseite (hier insbesondere durch Sidel und KHS) neutralisiert werden dürften.

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