Home-Bias bietet auch Vorteile

Warum der Fokus auf den Heimatmarkt für Value-Investoren nicht unbedingt von Nachteil ist erfahren Sie hier.


Dennis Etzel

In verschiedenen Studien wird häufig auf den sogenannten Home Bias als einer der Ursachen für unterdurchschnittliche Renditen von Investoren verwiesen (zum Beispiel hier oder hier). Als Home Bias bezeichnet man die Tendenz von Investoren Anlagen auf dem Heimatmarkt überproportional zu gewichten. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in den Informationsdefiziten der Anleger, die zwar über die Unternehmen im eigenen Land relativ gut informiert sind und daher glauben Chancen und Risiken dieser Unternehmen besser einschätzen zu können, während ihnen die entsprechenden Informationen bei Anlagen auf den ausländischen Märkte fehlen.

Dass ein Home-Bias nicht notwendigerweise nachteilig sein muss, zeigt sich zumindest für die amerikanischen und auch deutschsprachigen Investoren, gehören doch die jeweiligen Indizes dieser Länder über die letzten Jahrzehnte zu den Top-Performern in der Welt, siehe zum Beispiel Langfristchart DAX (WKN 849900), SMI (WKN 969000), ATX (WKN 969191), S&P 500 (WKN A0AET0) versus MSCI World (WKN 969273).

Für Value-Investoren bietet der Fokus auf den deutschsprachigen Raum enorme Vorteile

Für Value-Investoren bietet der Fokus auf den deutschsprachigen Raum bestehend aus Deutschland, Österreich, Schweiz (D-A-CH) sogar enorme Vorteile. Zum einen gibt es in diesem Raum eine sehr hohe Dichte von Weltmarktführern in Nischen, sogenannten Hidden-Champions. Laut einer Studie der Hochschule St. Gallen gibt es in diesen drei Ländern rund 1300 Weltmarktführer in ihren jeweiligen Märkten. Die börsennotierten Unternehmen darunter stellen ein interessantes Investmentuniversum für Value-Investoren dar, vorausgesetzt man findet diese versteckten Perlen.

Informationen aus erster Hand

Des Weiteren ermöglicht es die Fokussierung auf den deutschsprachigen Raum, professionellen Value-Investoren sich innerhalb einer Tagesreise über die jeweiligen Unternehmen am Standort des Unternehmens zu informieren. So kann man sich aus erster Hand einen Eindruck über Unternehmen bilden, indem man das Management der Unternehmen interviewt und idealerweise auch – sofern vorhanden – die Produktionsstätten der Unternehmen besichtigt. Durch den Unternehmensbesuch vor Ort kann man so ein tieferes Verständnis für Unternehmen erhalten und somit besser Chancen und Werttreiber der Unternehmen aber auch mögliche Risiken und Schwächen besser erkennen.

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